Unser Orden

Mehr über O.Ss.S d.h die birgittinische Ordensfamilie
Meinen Sie, wir wären die Einzigen? Dann haben Sie sich getäuscht! Es gibt noch mehr von uns, insgesamt sind wir zu viert.
Nein, natürlich nicht vier Nonnen, sondern vier verschiedene Reben des gleichen Weinstocks, oder vier Ableger, denn ein Weinstock kann Ableger bekommen, das haben wir bei einem französischen Weinbauer kontrolliert. Diese Ableger wurden nämlich weitgehend unabhängig voneinander gegründet.

Oder ist es vielleicht richtiger zu sagen, dass wir gerade jetzt vier (mit vielleicht einer fünften im Kommen - wir glauben, dass wir ein kleines Herzblatt heranspriessen sehen...) - verschiedene Familien sind, die ein und demselben Orden angehören? Oder sind wir vier verschiedene Arten von Weinstöcken innerhalb des Weingartens, den unser Herr der heiligen Birgitta versprochen hat, als Er ihr die Ordensregel gab, dass Er diesen selbst anlegen sollte? Und unser Herr, der so erfinderisch ist und niemals zwei exakte Kopien macht, wollte sich wohl nicht mit nur einer Sorte Wein in Seinem neuen Weingarten zufrieden geben! - Ach ja, wir sind uns nicht ganz im Klaren, wie wir es ausdrücken sollen. Es ist doch schwierig mit verschiedenen Bildern, die alle nicht richtig zutreffen...


Picture of the order

© S:ta Birgittas Kloster Pax Mariae Vadstena, 2002

Dieser Weingarten des Herrn hat sein erstes Kloster gerade hier in Vadstena bekommen. Von hier aus hat sich der Orden über einen Grossteil Europas, vor allem während des Mittelalters, verbreitet. In der Zeit der Reformation und später auch der Französischen Revolution und der Säkularisierung wurden doch viele unserer Klöster geschlossen.

1. Zur Zeit sind noch drei unabhängige Klöster von diesem sog. alten Zweig, (oder dem Mittelalterlichen, ursprünglichen Zweig) übergeblieben. (Seit April 2006 gibt es auch eine einzigartige "Mischform", Maria Hart (Herz Mariens) in Weert/Niederlande in Zusammenschluss mit dem sogenannten "römischen Zweig" des Ordens.)
Ursprünglich lebten in jedem Kloster Nonnen und Brüder in zwei von einander getrennten Konventen. Seit den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts existieren jedoch nur noch Nonnen.

Diese drei Klöster sind Maria Refugie (Zuflucht Mariens) in Uden/Niederlande (unser ehemaliges Mutterhaus, von dem wir in Vadstena nach einem jahrhundertelangen Exil 1963 neugegründet wurden; 1595 flohen die letzten Vadstena-Nonnen nach Danzig). Außerdem gibt es Altomünster/Deutschland und unser Kloster in Vadstena. Sein Name ist Pax Mariae (Maria Frieden). 1988 wurden wir zum unabhängigen Priorat erklärt. Damit sind wir nicht mehr an ein Mutterhaus gebunden, sondern haben unsere eigene, demokratisch gewählte Priorin. 1991 hat uns die Kirche zur Abtei erhoben. Wir haben nun wieder unsere eigene Äbtissin, genau wie wir das bis 1595 hatten.

2. Um 1630 wurde ein Spanischer Ableger des Ordens gegründet.
Gründerin war eine spanische Dame namens Marina de Escobar, die in mehreren Offenbarungen die Weisung erhielt, diesen neuen Zweig unseres Ordens zu gründen. Die Regel ist angepasst an spanische Verhältnisse. Inzwischen gibt es fünf unabhängige Klöster in Spanien, vier in Mexiko und zwei Neugründungen in Venezuela und Peru. Der spanische Ableger des Ordens hat immer nur weibliche Mitglieder gekannt.


Bild: Ansicht der mittelalterlichen und der neuen Abtei

Hintergrund: Das mittelalterliche Kloster von Vadstena, Vordergrund: Das neue Kloster.
© Åke Svensson, Motala

3. Im Jahre 1911 entstand ein neuer Zweig unseres Ordens durch ein junge Schwedin Elisabet Hesselblad, die im Jahre 2000 seliggesprochen wurde. Sie war in der Lage, das Haus, in dem die hl. Birgitta jahrelang in Rom gelebt hatte, zu kaufen. Dieses Haus ist das Mutterhauses dieses Ordenszweiges, der anders aufgebaut ist als unser und der Spanische Zweig.
Die vielen verschiedenen Gemeinschaften sind vereint unter der Leitung eines demokratisch gewählten Rates mit einer Generaläbtissin an der Spitze. Der seligen Mutter Elisabeth ist es gelungen, die Birgittinerinnen nach Schweden zurückzuführen. Sie haben ihr erstes Haus in Djursholm im Jahre 1923 bekommen, und zwischen 1935 und 1963 hatten sie auch ein Erholungs- und Gästeheim in Vadstena. Seit 1968 sind sie ausserdem in Falun. Dieser Zweig unterhält zur Zeit über 40 Klöster, mehrere davon in Indien.
Ein Link zu diesem Zweig befindet sich in dem Verzeichnis der Links.

4. Die jüngste Rebe am Weinstock ist eine Brüdergemeinschaft in den USA The Brigittine Monks.
Sie existiert seit 1976 als kontemplative Gemeinschaft. Ihren Lebensunterhalt verdienen die Brüder mit der Herstellung von Süssigkeiten (sehr leckeren sogar - wir haben sie probiert!).
Einen Link zu diesem Zweig befindet sich ebenfalls in dem Verzeichnis der Links.